Berlin
Ein deutsch-französischer Abend in Berlin: Rückenwind für den Grand Départ 2030
Rückenwind für den Grand Départ 2030
Die Französische Botschaft in Berlin war Schauplatz einer besonderen Diskussion: Unter dem Titel „Die Tour de France: ein deutsch-französisches Abenteuer“ trafen Tour-Direktor Christian Prudhomme, Journalist und Buchautor Stephan Klemm, die Radsportlerin Fabienne Jährig sowie Moderator Prof. Dr. Ulrich Pfeil aufeinander. Vor voll besetztem Saal wurde eindrucksvoll deutlich, welche kulturelle, politische und sportliche Strahlkraft die Tour de France entfaltet. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft und der besonderen Rolle, die der Radsport dabei spielt.
Stephan Klemms neues Buch erinnerte daran, dass Fahrten durch die DDR einst verboten waren – ein historischer Kontrast, der die Bedeutung eines Grand Départ 2030 in Ostdeutschland noch verstärkt. Zum 40. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung könnte die Tour de France zu einem einzigartigen Symbol für Einigkeit, Frieden und Demokratie werden. Für besonderen Rückenwind sorgte Tour-Direktor Christian Prudhomme, der deutlich machte:

„Eine deutsche Bewerbung ist nicht vom Tisch zu wischen.“
Mit einem charmanten Augenzwinkern ließ er zudem erkennen, dass bei der Wahl von Etappenorten ein guter regionaler Wein kein Nachteil sei. Für Mitteldeutschland ein Heimvorteil, schließlich stehen Saale-Unstrut, das Elbtal und das Ilmtal längst für Spitzenqualität. Auch von diplomatischer Seite kam Unterstützung. Der französische Botschafter François Delattre betonte die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Sport und stellte sich klar hinter das Vorhaben.
Der Abend in Berlin hat gezeigt: Die Idee eines Grand Départ 2030 lebt nicht nur – sie begeistert. Mitteldeutschland hat das sportliche Terrain, die historische Symbolkraft und, wie nun augenzwinkernd deutlich wurde, auch den passenden Wein.
